Im Jahr 1474 wurde der Haslinger Hof, damals freilich noch als Hofstelle und nicht als Erlebnispark, zum ersten Mal im Steueranlagsbuch des Landgerichts Griesbach urkundlich erwähnt. Es ist gut möglich, dass der „Eder zu Ed“ – so der ursprüngliche Name des Haslinger Hofs – bereits zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert gegründet wurde.
Der Hof bestand ursprünglich aus hölzernen Bauwerken, einem Wohnhaus mit Stall. Schon im 18. Jahrhundert waren die Gebäude zweistöckig und wurden um weitere Bauten ergänzt. Um 1866 wurden die Holzbauten durch ein massives Wohnhaus und Stallungen aus Stein ergänzt. Beibehalten wurde die regional typische Form des Vierseit-Hofes, die bis heute besteht.
Bis 1975 war der „Eder z´Ed“ ein typischer Rottaler Bauernhof mit Milchwirtschaft, Mastschweinen und Felderwirtschaft. Peter Haslinger, der seit seiner Kindheit hier lebt, übernahm nach der Meisterprüfung an der Höheren Landbauschule in Rotthalmünster den „Eder z´Ed“ zusammen mit seiner Frau Margarete. Mit der Übernahme Anfang der 70er-Jahre sollte der Hof auch fit für die Zukunft gemacht werden. Um wirtschaftliche Sicherheit zu erlangen, fasste Peter Haslinger den Entschluss, einen größeren und damit rentableren Schweinestall zu bauen. Die Pläne waren fertig und wurden eingereicht, dann kam das „Aus“.
Weil die geplante Schweinehaltung den aufstrebenden Kurort Bad Füssing „verstinke“ wurde das Vorhaben von Peter und Margarete Haslinger abgelehnt. Nach einigem Hin und Her überlegten sich die Eheleute schließlich eine Investition ganz anderer Art zu wagen: „Urlaub auf dem Bauernhof“ so hieß die mutige wenngleich anfangs noch relativ kleine Vision.
Mehr zur Geschichte des „Eder z´Ed“ gibt's im Stiftungsmuseum am Hof zu erfahren!